Moin, ich bin ein echter Hamburger Jung, geboren in Eppendorf und aufgewachsen in Barmbek, meine Eltern hatten damals dort eine Laden.
Lesen und Schreiben lernte ich in der Fränkelstraße bei einem sechzigjährigen Fräulein, das noch dem Kaiser nachtrauerte.
Abitur macht ich auf der traditionsreichen Heinrich-Hertz-Schule am Stadtpark, früher war dort auch Helmut Schmidt unter den Schülern gewesen. Dort gab es sehr gute Lehrer, gewendete aus der Vorkriegszeit und überzeugte Demokraten aus der ersten Nachkriegs-Lehrer-Generation. Dort bekam ich einen hervorragenden Unterricht, bis die ersten 68er über die Schule hereinbrachen und alles mit linke Propaganda zu fluten begannen. Ich fand bis dahin das friedliche und tolerante Miteinander verschiedenster Weltanschauungen sehr lehrreich und informativ. Damit ist es heute leider vorbei, die 68er waren zu erfolgreich. Sie haben erreicht, dass inzwischen an den Schulen der nackte linke Meinungsterror herrscht, eine unabhängige eigene Meinung der Schüler ist nicht mehr gefragt. In diesem repressiven Klima gedeiht heute kein kritischer Verstand mehr.
Später machte ich meinen Abschluss Dipl. Ing. an der FH, heute HAW, im Fach Elektrotechnik.

Viele Jahre als erfolgreicher Entwickler in verschiedenen großen Elektronik-Firmen haben mir gezeigt, dass sich mit gutem Willen und Kreativität allein keine am Markt erfolgreichen Industrieprodukte entwickeln lassen, nein wirtschaftliches Denken ist dafür unbedingte Voraussetzung. Dies scheint aber in der heutigen, emotional aufgeladenen Umweltdebatte vollkommen unbekannt zu sein. Ich betrachte diese deshalb mit großer Sorge.

Eine Energiewende kann nur erfolgreich sein, wenn sie auch wirtschaftlich erfolgreich ist.
Dazu gehört der Verzicht auf Crash-Verbote von Diesel-Fahrzeugen, die noch vor Kurzen mit finanziellen Anreizen als „umweltfreundlich“ angepriesen wurden. Wer damals der Regierungspropaganda geglaubt hat, fühlt sich heute zu Recht verschaukelt.
Dazu gehört der Einsatz modernster Technik wie der Brennstoffzelle in den Elektrofahrzeugen und nicht die planwirtschaftlich subventionierter Förderung veralteter und umweltschädlicher Akku-Technik, die ja auch der Rechnungshof zu Recht kritisiert hat.
Und dazu gehört es, veraltete Kohle- und Atomkraftwerke nicht einfach panisch planlos stillzulegen, sondern in einen geordneten und umsichtig finanzierten Umstiegsvorgang durch moderne Kraftwerke zu ersetzen, ohne den Industriestandort Deutschland zu gefährden.
Dazu gehören auch moderne Kernreaktoren der vierten Generation , wie sie zurzeit am Berliner Institut für Festkörper-Kernphysik entwickelt werden, die mit dem Atommüll aus älteren Kraftwerken als Brennstoff betrieben werden können und ihrerseits weniger problematischen neuen Müll mit wesentlich kürzeren Halbwertszeiten produzieren.
Nur mit einen Ausbau der bestehenden Kraftwerksstruktur kann der viele zusätzliche Strombedarf gedeckt werden, den die vielen zukünftigen Elektrofahrzeuge brauchen werden.

Ideologie ist nun mal kein guter Berater bei technischen und ökonomischen Problemen.
Da hilft nur logisches Denken und klarer Sachverstand.
Dass dieser bei den derzeitigen politischen Akteuren zu fehlen scheint, erkennt man schon daran, dass sichere, bestehende Radwege vernachlässigt werden und statt dessen gefährliche Radfahrstreifen auf der Fahrbahn als Allheilmittel gepriesen werden. Oft werden Radfahrer dabei mit Bussen in eine Spur gezwängt. Die wirklichen Ursachen für die vielen Radfahrunfälle werden aber nicht angegangen.
Wertvolle Parkplätze werden rückgebaut, älteren und behinderten Menschen, die auf das Auto angewiesen sind, werden längere Fußwege zugemutet. Statt dessen werden wenig benutze Elektro-Tankplätze geschaffen.

Auf diesen, auch im unserem Bezirk Eimsbüttel verbreiteten, alltäglichen Wahnsinn möchte ich mit mit meiner Kompetenz und Erfahrung als Ingenieur versachlichend einwirken.

wh