Politiktalk in der Schule Corveystraße

 

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Zu den diesjährigen Lokstedter Gesprächen im Rahmen einer Podiumsdiskussion  der Schule Corveystraße waren folgende Protagonisten eingeladen.

Herr Ilkhanipour  (SPD)

Herr Ovens         (CDU)

Frau Pagels        (Linke)

Herr Oetzel         (FDP)

Herr Lorenzen    (Grüne)

Herr Schulz         (AfD)

Die letztjährige Veranstaltung mit Alexander Wolf war geprägt von gegenseitigem Respekt. Publikum und Protagonisten diskutierten inhaltlich ohne dabei den anderen diffamieren zu wollen. Entsprechend erwartungsfroh waren die rund 200 Besucher (überwiegend Schüler).

Diesmal sollte jedoch alles anders kommen.

Gleich bei der Anmoderation und der Begrüßung der Teilnehmer gab es den ersten Seitenhieb gegen die AfD.

„Wie kann die AfD nur ein Portal einrichten indem Lehrer angeschwärzt werden, die angeblich gegen die Neutralität in Schulen verstoßen sollen. Heute ist doch der Beweis erbracht worden, dass wir uns alle Seiten anhören. Daher haben wir doch auch die AfD eingeladen. Aber natürlich können Sie nichts dafür Herr Schulz, aber ihre Partei“, heuchelte der Moderator bevor Marco Schulz von der AfD noch „Guten Abend“ sagen konnte.

Somit war die Stoßrichtung vorgegeben und besonders Herr Ilkhanipour machte sich sogleich daran, die AfD zu ächten und zu diffamieren und dabei immer beifallsheischend ins Publikum zu schauen. Dem wollten natürlich insbesondere Herr Ovens von der CDU und Herr Oetzel von der FDP in Nichts nachstehen. Gegenseitig überboten sie sich nun in Beleidigungen, Unterstellungen, Tatsachenverdrehungen und Seitenhieben gegen die AfD ohne dass der junge AfD Vertreter seitens der Moderation groß die Chance eingeräumt bekam, etwas richtigzustellen. Entweder wurde seine Wortmeldung übersehen, das Thema abgebrochen oder ihm das Wort wegen Zeitmangels entzogen. Eine erwachsene Zuhörerin machte irgendwann ihren Unmut kund und forderte die Moderation auf, dass AfD Bashing zu unterlassen und endlich zu Sachthemen zu kommen.

Zu Beginn der Publikums-Fragerunde ergriff der AfD Bezirksvorsitzende Eimsbüttels Dirk Schömer per Saalmikro das Wort und teilte den anwesenden Protagonisten der Konsensparteien mit, dass sie einen beschämenden Auftritt hingelegt hätten. Statt über Inhalte zu diskutieren wurde wieder ganz im Stile der öffentlichen Polittrashsendungen wie bspw. der „Kreische Maische“ ein Tribunal erstellt, das einzig und allein darauf abzielte, den AfD-Vertreter zu diskreditieren.

„Sie sollten sich vielleicht mal hinterfragen warum sie bundesweit prozentual mit der AfD auf Augenhöhe bzw. bereits hinter der AfD liegen und warum immer mehr Bürger dieses Landes das Betreute Denken so satt haben.“

Erstaunlicherweise blieb der Saal ruhig und die Vertreter der Konsensparteien schienen ernsthaft nachzudenken – vor allen Dingen wurden fortan sämtliche Diffamierungen eingestellt. Herr Lorenzen von den Grünen schien besonders viel nachgedacht zu haben. Eine halbe Stunde danach rechtfertigte er sich zu dem Vorwurf des beschämenden Verhaltens und wies diesen ab – aber immerhin sachlich vorgetragen.

Botschaft ist also angekommen – Prima!

Einen ganz besonderen Dank gilt dem Landesvorsitzenden der JA Marco Schulz, der sich diesem unfairen Talk stellte und trotzdem die Ruhe bewahrte.