#Eisenbahnerviertel in Eidelstedt:
17 Gebäude, 300 Wohnungen
Eidelstedt soll wachsen, wachsen, wachsen.
Wächst auch die Infrastruktur?

Sitzung des Stadtteilbeirates Eidelstedt-Mitte am 21.02.2018 – Thema: „Integrierte Stadtteilentwicklung im Fördergebiet „Eidelstedt-Mitte“

Vor ca. 120 Besuchern wurde der Siegerentwurf der Landschaftsarchitekten Hahn Hertling von Hantelmann vorgestellt, der sich mit der Nachverdichtung von Wohnraum in dem so genannten „Eisenbahnerviertel“ befasste.
Mit blumigen Worten wurde den Zuhörern suggeriert, dass es gut sei, das Viertel mit dem Neubau von 17 Wohngebäuden (Häuserblocks) mit jeweils 4 bis 6 Geschossen „aufzuwerten“.
Für die Nachverdichtung werden vorzugsweise Lücken zwischen den bestehenden Wohnblocks, jetzt Grünflächen und solche Flächen, die bisher mit Garagenhöfen belegt sind, bebaut.
Rund um den Alpenrosenweg werden Neubauten mit einer Nettogeschossfläche von ca. 20.000 Quadratmetern entstehen, was bei einer durchschnittlichen Wohnungsgröße von beispielsweise 70 Quadratmetern etwa 300 Wohnungen entspricht. Geht man von einer Belegung von ca. drei Personen pro Wohnung aus, kommen 900 neue Bewohner in dem Eisenbahnerviertel hinzu.

In einer lebhaft geführten Diskussion kreiste das Thema immer wieder um die dann entstehende Parkplatznot. Schon jetzt ist es für so manchen Parkplatzsuchenden äußerst schwierig, einen Parkplatz zu ergattern, denn erschwerend zu der jetzt schon vorherrschenden Parkplatznot kommt hinzu, dass die vorhandenen Parkflächen immer mehr mit gewerblich genutzten Fahrzeugen belegt werden und von solchen Parkern genutzt werden, die das Angebot des kostenpflichtigen Parkens des Park und Ride Systems ablehnen.
Als Bauherr beruft sich die Vonovia auf das Baurecht, das den Parkraumschlüssel von 0,4 Parkplätzen pro Wohneinheit vorsieht. Hier ist im Rahmen der Baugenehmigung das Bezirksamt gefordert.

Insgesamt betrachtet, führt dieses Bauvorhaben zu weiteren Problemen in Eidelstedt. Schon jetzt ist dieser Stadtteil überproportional mit Neubauvorhaben bedacht worden. Die Neubauten am Hörgensweg, dem Duvenacker und am Eidelstedter Platz (ehemaliges Dello-Gelände) führen schon zu einem Bevölkerungszuwachs von 10 Prozent, ohne dass hier strukturelle Veränderungen erkennbar sind. Wie sieht es mit freien Plätzen in den Kitas, Schulen und Sportvereinen aus? Gibt es freie Kapazitäten bei Ärzten? Gibt es zusätzliche Kapazitäten bei der AKN, den Buslinien um diese Vielzahl von neuen Mitbürgern von A nach B zu bringen?
Es ist ein Irrglaube, die Wohnungsnot im Bezirk Eimsbüttel, vornehmlich in Eidelstedt lösen zu wollen.

Es ist den Bürgern nur anzuraten, bei dem zu eröffnenden Bebauungsplan Verfahren, die Einwände gegen die beabsichtigte Bebauung im „Eisenbahnerviertel“ einzubringen.

 

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